Gewalt im Quartier: No Way!

7. Juli 2012

Anfang Juli 2012, unter der Woche an einem Nachmittag: Ein elfjähriger Junge wird zusammen mit seinem gleichaltrigen Kollegen  in der Rosengartenstrassenunterführung von vier wesentlich älteren Jungs abgefangen. Er trägt aus Sicht der aggressiv auftretenden Jungs anscheinend das Fan-Shirt der falschen Nationalmannschaft. Einer der vier Angreifer hält den Jungen mit dem Fussball-Shirt fest und zwei prügeln auf ihn ein. Der Vierte im Bunde der Teenager drückt den Kollegen des Elfjährigen an die Wand und hält ihn fest.

Kurze Zeit später sieht zufällig ein Velofahrer, was sich da abspielt und zum Glück interveniert er. Die schweren Jungs werden plötzlich leichtfüssig und ergreifen die Flucht. Das Opfer wird in den Spital gebracht und eingehend untersucht. Die Verletzungen sind glücklicherweise nicht gravierend. Für die Kinder war dies neben der körperlichen Gewalt aber natürlich auch ein schockierendes Erlebnis.

Die Schläger wurden kurz darauf identifiziert und aus dem Schulzimmer heraus von der Polizei abgeholt.

Was können wir als Bewohner/-innen des Quartiers mit dazu beitragen, dass solche Szenen eine Ausnahme bleiben? Ein bewohntes und lebendiges Quartier mit einer Struktur, in der sich die Leute noch kennen, sind die beste Voraussetzung dafür. Nicht wegschauen, sich einmischen, eventuell Verstärkung holen oder nötigenfalls die Polizei rufen.

Wipkingen ist ein Ort, in dem alle Platz haben und sich ohne Anst bewegen können sollen. Wenn sich Jugend-Cliquen auf dem Röschi oder im Landenbergpark treffen, trägt das zur lebendigkeit des Quartiers mit bei. Doch wenn sie auf einander los gehen, sich mit Schwedenküssen die Birne matschig schlagen und es plötzlich um Revierkämpfe und Gang-Rivalitäten geht, müssen wir Bewohner/-innen von Wipkingen das nicht einfach akzeptieren. Wir wohnen auch hier und deshalb engagieren wir uns für ein lebenswertes Quartier, in dem vieles erlaubt sein soll. Vieles, aber keine Gewalt!

One Response to Gewalt im Quartier: No Way!

  1. falki on 10. September 2012 at 11:07 pm

    toller artikel! kann ich nur voll zustimmen!

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Quartierleben